Rasenmäher mit Gasantrieb

Nicht nur Kraftfahrzeuge können auf Flüssiggas umgerüstet werden, sondern auch Gartengeräte.

Benzingetriebene Gartengeräte sind wahre Dreckschleudern: Im Gegensatz zu den meisten Autos arbeiten sie ohne Katalysator und sind damit nicht abgasreduziert. Folge: Sie stoßen jede Menge klima- und gesundheitsschädliche Abgase aus wie Kohlenmonoxid, Kohlenwasserstoffe und Stickoxide. So produziert ein Rasenmäher mit Vier-Takt-Motor pro Stunde dieselbe Menge Kohlenwasserstoffe wie 26 Autos mit Katalysator, ein Zwei-Takt-Gerät sogar so viel wie 156 Pkw.

Spart Geld, schont die Umwelt

Wenn man hochgezüchtete Otto-Motoren auf Flüssiggas umrüsten kann, müsste das bei robusten Rasenmähern erst recht möglich sein. Das dachte sich Walter Farkas, Produktmanager Autogas/MOTOGAS® bei Tyczka Totalgaz, und beschloss versuchsweise einen 15-PS-starken Rasentraktor vom herkömmlichen Benzinantrieb auf Flüssiggas umzumodeln.

Farkas baute dazu einen Venturi-Mischer, Druckregler und eine Gasflaschen-Halterung ein. Der Umbau dauerte rund drei Stunden, Material und Arbeit kosteten etwa 350 Euro. Ergebnis: Der Rasentraktor fährt wunderbar und funktioniert zuverlässig! Benötigte er vorher pro Stunde Arbeit 10 Liter Benzin, braucht er jetzt für etwa 40 Minuten Mähen eine 3-Kilogramm-Gasflasche. Das spart nicht nur Geld, sondern verschont die Umwelt auch von jeder Menge Abgase. Schön, wenn die Rasentraktor-Hersteller diese klimafreundliche Innovation serienmäßig in ihr Programm aufnehmen würden.

 

Hand oder Motor

Welcher Mäher für Sie der passende ist, hängt von der Größe und Gestaltung Ihres Gartens ab.

Handmäher: Für kleine Rasenflächen wie Vor- oder Schrebergärten geeignet. Modell mit kleiner Schnittbreite wählen, das spart Kraft.
Ab 50 Euro.

Elektromäher: Ideal für Gärten bis 500 m2 mit wenig Bäumen oder Sträuchern und gut erreichbarem Stromanschluss. Begrenzte Reichweite.
Ab 50 Euro.

Akkumäher: Für verwinkelte Gärten mit vielen Bäumen und Sträuchern geeignet. Schneidet mit einer Akku-Ladung bis zu 500 m2 Rasen. Ab 200 Euro.

Benzinmäher: Gut für Rasenflächen ab 500 m2. Benzinmäher werden selbst mit nassem und hohem Gras fertig. Nachteil: Lärm und Abgase. Ab 190 Euro.

Mulchmäher: Schneidet das Gras, häckselt es klein und düngt damit den Rasen. Der Rasen muss trocken sein und wöchentlich gemäht werden. Ab 250 Euro.

Aufsitzmäher oder Rasentraktor: Für Flächen ab 1.000 m2. Ideal für Gartenbesitzer, die Rasenmähen mit Rennsport-Feeling verbinden wollen.
Ab 1.100 Euro.